Mit dem März beginnt langsam die grüne Saison. Statt Winterdiensten arbeiten nun wieder viele engagierte Menschen daran, die öffentlichen Grünflächen auf den Sommer vorzubereiten. Ob in Parks und Wäldern oder in Laboren und Ämtern. Überall dort, wo engagierte Menschen sich die Finger schmutzig machen oder an intelligenten Lösungen für morgen werkeln, zeigt sich: Die „grüne Branche“ in Rostock wächst jedes Jahr mehr. Dies ist ein Rückblick auf all das, was im letzten Monat in Rostock und dem Umland gewachsen ist.
Frühlingserwachen in der Stadt

Im Stadtteil Warnemünde erblühen mehr als 10.000 Frühblüher – von Hornveilchen, über Tausendschönchen, Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen – auf einer Fläche von insgesamt circa 300 Quadratmetern. Um diesen öffentlichen Bereich kümmert sich jährlich das Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen der Stadt Rostock. Hinzu kamen um die 2.000 Frühblüher am Georgienplatz.
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Ein besonderes Highlight setzte auch die alpina ag in der Rostocker Südstadt: Hier wurde eine acht Meter große Esskastanie gepflanzt, die den Bürgern und Bürgerinnen noch in diesem Jahr Schatten spenden soll.
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Baumpflanzaktionen in der Region

Anlässlich des Internationalen Tages des Waldes am 21. März präsentierte Umweltminister Dr. Till Backhaus die neuesten Fortschritte sowie neue Mitmachaktionen des Landes. Seit Jahren etabliert sich der März als Hauptsaison für Aufforstungen.
Immer mehr Initiativen und Unternehmen wollen selbst den Spaten in die Hand nehmen, um aktiv und gemeinsam etwas für den Klimaschutz zu tun. Auch dieses Jahr waren hunderte Menschen dabei wieder sehr erfolgreich in der Region unterwegs.
„Unsere Wälder sind zentrale Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel, sie sichern Biodiversität und Lebensqualität.“ Umweltminister Dr. Till Backhaus
Zwischen der Saison 2020/2021 und 2024/2025 wurden rund 1.530 Hektar Neuwaldfläche umgesetzt.
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Hier wurde im März 2026 eifrig gepflanzt
- Forstamt Billenhagen: 2.000 Bäume
- Klein Trebbow: 130 Sträucher und 190 Bäume
- Rittermannshagen: 8.000 Bäume
- Rostocker Heide: 2.500 Bäume
- Kritzmow: 3.000 Bäume
Strategie und Sicherheit: Wasser und Wind im Blick
Wasserstrategie
Pünktlich zum Tag des Wassers am 22. März stellte das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern seine neue Wasserstrategie vor. Das Ziel: Die Wasserversorgung langfristig sichern und das Land widerstandsfähiger gegen Dürren und den Meeresspiegelanstieg machen. Die Strategie bündelt Maßnahmen in acht Handlungsfeldern – vom Schutz vor Schadstoffen bis hin zur wassersensiblen Stadtentwicklung.
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Karte zur Starkwindgefahr
Die neue Starkwindkarte (verfügbar im Geoport-HRO unter „Klima“) zeigt die Sturmgefahr mit einer Präzision von 2×2 Metern. Die höchste Sturmgefahr besteht demnach in den Küstenbereichen von Warnemünde, auf freien, exponierten Lagen am Stadtrand aber auch punktuell in der Innenstadt.
„Die Karte zeigt uns, in welchen Bereichen hohe Windgeschwindigkeiten vergleichsweise häufig auftreten. In Kombination mit weiteren Daten, zum Beispiel dem städtischen Baumkataster oder Informationen zu den Gebäudenutzungen, können so Gefahrenstellen identifiziert werden“, erläutert Bianca Schuster vom Amt für Umwelt- und Klimaschutz.
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Innovation durch Kooperation und Forschung
Kooperationsvereinbarung beim Landesforst MV
Eine neue Kooperation mit dem Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde soll die Effizienz in Forschung und Monitoring steigern.
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Ostseeforschung
Das Projekt BenthQual vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung startete am 10. März mit der genetischen Erfassung von Bodenorganismen der Ostsee, um Monitoring-Methoden zu modernisieren.
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Netzwerk Environmental DNA (eDNA)
Das Thünen-Institut gründete ein Netzwerk zur Analyse von „Umwelt-DNA“. Damit lassen sich Arten allein über winzige Zellreste in Wasser oder Boden nachweisen – eine Revolution für den Artenschutz.
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Digitale Weidewirtschaft
Am 11. März 2026 traf sich das Verbundprojekt AutoPasture MV zur Klausurtagung im IBZ Rostock. Im Fokus stand die Weiterentwicklung automatisierter Zaunsysteme und Monitorings für eine nachhaltige Landwirtschaft. Das Projekt wurde zudem offiziell als Reallabor des Bundeswirtschaftsministeriums anerkannt – ein Ritterschlag für die Innovationskraft der Region.
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Fazit: Rostock blüht auf

Der Monat März 2026 hat gezeigt, dass die Menschen in Rostock Maßnahmen zum Umweltschutz selbst in die Hand nehmen wollen. Dass sie gerne mitgestalten, auch ohne Belohnung. Und dass sie andere dadurch inspirieren können. Denn meistens fehlt ja nur jemand, der einfach mal anfängt. Nun haben wir dank dieser engagierten Menschen tausende neue Bäume in der Umgebung, frische Farben in Form von Frühblühern in der Stadtarchitektur und neue Ansätze durch Innovationen unserer vielfältig aufgestellten Institute. All das sollte auch immer wieder sichtbar gemacht werden.
Der Grundstein für einen grünen Sommer ist gelegt. Jetzt heißt es: Dranbleiben!
